22.01.2012 SV Teutonia Riemke 3 - TV Gladbeck 2 28:27 (15:12)
- Im Krimi gegen den Verfolger aus Riemke verliert die Mannschaft Ihr erstes Saisonspiel denkbar unglücklich und knapp -
Nichts für schwache Nerven war das Topspiel des Tabellenführers gegen den Dritten. Obwohl die Mannschaft top eingestellt war, auf das was von Riemke zu erwarten war, fehlte zu Beginn die absolute Leidenschaft und Aggressivität. Letzlich wurde das Spiel mit dem Schlußpfiff durch einen Strafwurf entschieden.
Riemke, bestens bekannt als spielerisch gute Mannschaft mit viel Bewegung im Angriff und einer kompakten Abwehr sollte also der Stolperstein im letzten Hinrundenspiel werden. Bis auf den erkrankten Christoph, konnte Norbert, mit Bernd, die stärkste Mannschaft aufbieten. In der Kabine wurde auf den starken Spielmacher hingewiesen und wie er das Spiel jederzeit steuern kann. Schnelle Richtungswechsel und immer wieder doppelte Kreuzbewegungen, abgeschlossen über die Sperren bei den Halbverteidigern sind die bekannte Angriffaktionen der Gastgeber. Es nutzt aber nichts wenn der Trainer sich darauf einstellt und die Informationen weiter gibt wenn nicht dementsprechend in der Abwehr dagegen gearbeitet wird. So ließ die Mannschaft den Gastgeber schnell über diese Aktionen mit 6:3 in Führung gehen. Eine Umstellung in der Abwehr brachte deutliche Besserung und nach 17 Minuten sogar den Ausgleich (8:8), (10:10) und die erste Führung beim 11:10.
In der Folgezeit verloren wir aber nun im Angriff zu einfach die Bälle. Dadurch glich Riemke nicht nur aus, sondern ging zur Halbzeit mit 12:15 in Führung.
Die Pause brachte eine kurze intensive Ansprache. Nochmal wurde die Problematik in der Abwehr moniert und der Angriff sollte den Ball sicher in den eigenen Reihen laufen lassen und mit Druck auf die Nahtstellen die Torgelegenheiten erzwingen.
Zwei Tore in folge ließen uns gut in Halbzeit zwei starten. Selbst der erneute Rückstand von drei Toren beim 15:18 verunsicherte die junge Truppe nicht. Doch die Führung wollte einfach nicht wechseln. So führte Riemke Mitte der zweiten Halbzeit noch mit drei Toren 20:23. Nun wurde aus dem Topspiel ein richtiger Krimi. Wir steigerten uns in der Abwehr und kamen zum verdienten Ausgleich beim 24:24. In der Folgezeit schien es so, als hätten wir jetzt die besseren Ideen und münzten diese in eine 26:24 Führung um. Auch das 27:25, 8 Minuten vor Schluss, deutete auf den zwölften Sieg hin. Doch nun kamen unnötige oder besser gesagt zweifelhafte Zweiminutenstrafen gegen uns ins Spiel. Der Gastgeber nutzte die Überzahl und erzielte 45 Sekunden vor Schluss den Ausgleich zum 27:27. Im darauffolgendem Angriff nahm Norbert 30 Sekunden vor dem Abpfiff die Auszeit. Die Ansage war klar, wir konnten mit dem Punkt besser Leben als der Gastgeber. Dreißig Sekunden den Ball laufen lassen, da der Schiedsrichter bis dahin kein Zeitspiel pfeifen würde, sollte den Punkt sichern und eventuell mit dem Abpfiff noch einen siegbringenden Abschluss folgen lassen. Auf keinen Fall sollte vorher abgeschlossen werden oder der Ball leichtfertig vertändelt werden. Na manchesmal hilft das alles nicht und 5 Sekunden vor dem Ende verloren wir den Ball. Riemke startete zum Gegenstoß, bedrängt durch Jonas, scheiterte der Spieler an Dennis doch der Schiedsrichter sah in der Aktion von Jonas ein 7-m reifes Foul mit einer roten Karte als Folge. Der Strafwurf ging ins Tor, mußte aber wiederholt werden. Nochmal Hochspannung. Doch der Schütze war über die gesamte Spielzeit sehr sicher vom Punkt und netzte auch die Wiederholung sicher ein. Damit steht die erste Niederlage und der Kampf um die Spitze ist deutlich spannender geworden. Wir als Tabellenführer mit 2 Minuspunkten, Zweiter Rauxel mi 4 und immer noch Dritter mit 5 Verlustpunkten bleibt Riemke.
Im Spitzenspiel dabei waren, Dennis im Tor, Jonas 6, Melvin 5, Thomas 4, Niklas und Stefan je 3, Florian, Benne und Bernd je 2,Lucas, Mathias und Christian.
Fazit des Trainers: Es war ein Spiel auf gutem Niveau, indem wir die Anfangsphase verschlafen haben. Ein Unentschieden wäre das gerechte Ergebniss gewesen. Dieses wäre auch möglich gewesen. Zu den Defiziten in der Abwehr während der ersten Viertelstunde, gesellten sich noch 3 verworfene Strafwürfe und einige unnötige Ballverluste. Jetzt heißt es nach vorne schauen und abhaken. In der Hoffnung, dass die junge Mannschaft mittlerweile diese Niederlage verdaut hat, hoffe ich in der nun beginnenden Rückrunde auf eine Trotzreaktion mit aggressivem Handball und dem absoluten Willen jetzt allen zu zeigen, dass wir zurecht an der Spitze stehen.
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